„Aufi-aufi mit Geschnaufi!“
…lautete eine der zahlreichen Schlussfolgerungen der Jahrestagung 2024 der LAG Schulsozialarbeit Sachsen.
Im mehrfach als „Erholungsatmosphäre“ gelobten Jugendgästehaus Pirna-Liebethal ging es für den Vorstand, die Bildungsreferentinnen und gut 30 Mitgliedsvertretungen der LAG vom 02. bis 03. Mai darum, das Zauberwort „Multiprofessionelle Teams an Schulen“, in dem das SMK vor einiger Zeit auch Schulsozialarbeit ohne nähere Ausdifferenzierung verortet hat, greifbarer zu machen, mögliche Szenarien und Ansatzpunkte für die LAG zu definieren und Handlungsbedarfe sowie Aktionsmöglichkeiten heraus zu arbeiten.
Zur inhaltlichen Annäherung an das Thema stellten Björn Bartling (ehem. Vorstandsvorsitzender der LAG) und Paula Bormann (geschäftsführende Bildungsreferentin der LAG) die bisherigen Erkenntnisse, Diskussionsergebnisse und Tendenzen sowohl aus einer Podiumsdiskussion, organisiert vom LaSuB sowie aus dem 2. öffentlichen Beteiligungsforum zum Prozess „Bildungsland Sachsen 2030“ vor.
Die praktische Bedeutung von der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams veranschaulichten in zwei weiteren Inputs zum einen Candy Winter, stellvertretende Geschäftsführung Valtenbergwichtel e.V. und Kristin Schwarz, Leitungs- und Lehrkraft an der Gemeinschaftsschule „Campus Cordis“ in Dresden.
Ein Blick von Bildungsreferentin Kathleen Hänel in andere Bundesländer und die dortige Ein- bzw. Anbindung von Schulsozialarbeit erweiterte noch einmal die Perspektiven, die in Sachsen zur strategischen Ausrichtung herangezogen werden könnten.
In mehreren Fishbowl-Diskussionsrunden in Anschluss an die jeweiligen Spotlights wurden Themenkomplexe herausgearbeitet, die die Grundlage für eine intensive Kleingruppenarbeitsphase am Ende des 1. Arbeitstages bildeten. Die Gruppen beschäftigten sich u.a. mit der Frage nach Werten und Haltungen im System Schule und die Rolle von Schulsozialarbeit darin, wie die Einbindung von Schulsozialarbeit in multiprofessionelle Teams praktisch aussehen kann, welche Voraussetzungen für wirksame Schulsozialarbeit im Jahr 2030 zwingend erfüllt sein sollten und welche konkreten Aktionen zeitnah realistisch umsetzbar und notwendig sind.
An Tag 2 wurden die Ergebnisse dieser Gruppenphase gemeinsam ausgewertet und es konkrete Vereinbarungen zur Weiterarbeit in Projektgruppen getroffen. Eine formierte Aktionsgruppe wird beispielsweise an der Erstellung eines Positionspapieres in Richtung SMK zusammenwirken, um Qualitätsstandards und notwendige Rahmenbedingungen von Schulsozialarbeit in den Prozess der Verortung multiprofessioneller Teams frühzeitig und proaktiv einzubringen. Eine weitere Projektgruppe hat sich die Organisation eines sachsenweiten Aktionstages zur Aufgabe gestellt. Denn „die über 700 Fachkräfte der Schulsozialarbeit in Sachsen sollten ihre quantitative Größe und Präsenz bündeln und nutzen!‘
Wir bedanken uns auf das Herzlichste bei allen, die durch ihre aktive Teilnahme an der Jahrestagung bereits jetzt ein Stück dazu beigetragen haben die Profession Schulsozialarbeit noch einmal auf einem anderen Level fachlich voranzubringen und die sich perspektivisch mit uns auf den Weg zum weiteren qualitativen Ausbau begeben wollen!
Die Dokumentation zur Jahrestagung steht hier zur Verfügung.